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Frohe Weihnachten (2016)

Hallo Ihr Lieben…

ich der Kohli, wünsche Euch zauberhafte Feiertage. Ich verwende ungern den Begriff „Frohe Weihnachten“, denn diese Wörter verbinde ich eher mit Stress und Hektik.

Die Läden, Verkehrsmittel und Parkplätze wohin man schaut sind voll und die Menschen laufen wie in einem Armeisenschwarm unkontrolliert herum. Jedenfalls wirkt ein Ameisenhaufen so, was dem ja nicht so ist.

Was ich aber damit sagen möchte ist, dass jeder irgendwie mit sich und seinen Besorgungen beschäftigt ist. Jeder hat Programm und wenig Zeit. Aber wäre es nicht schön, einfach mal inne zu halten und sich zu fragen, muss denn dieser Konsum sein? Brauchen wir so viel Kommerz drumherum?

Ich für meinen Teil freue mich wie jedes Jahr auf einen bestimmten Moment. Dann, wenn die Familie an der Tafel sitz und gemeinsam speist. Aber dazu bedarf ist keiner Geschenke, keine Schüsseln voller Schokolade… sondern nur ein harmonisches Miteinander.

Klar können es auch kleine Aufmerksamkeiten sein. Es ist auch schön, wenn sich jemand Gedanken macht. Aber viel wichtiger ist es doch, was wir von uns geben können und das ist Zeit. Ich ertappe mich da selbst und sehe mich darin auch wieder. Wie oft verwende ich den Satz: „Ich habe keine Zeit.“ Aber hat man wirklich keine Zeit oder betrügen wir uns selber?

Es gibt da eine schöne Geschichte, die bei der Weihnachtsfeier in der Schule meines Sohnes erzählt worden ist. Ich kannte diese zwar bereits, aber sie war in Vergessenheit geraten, daher möchte ich sie euch auch nochmal erzählen.

 

Sie heißt: Die Geschichte vom Blumentopf und dem Bier

Ein Professor stand vor seiner Philosophie-Klasse und hatte einige Gegenstände vor sich. Als der Unterricht begann, nahm er wortlos einen sehr großen Blumentopf und begann diesen mit Golfbällen zu füllen. Er fragte die Studenten, ob der Topf nun voll sei. Sie bejahten es.

Dann nahm der Professor ein Behältnis mit Kieselsteinen und schüttete diese in den Topf. Er bewegte den Topf sachte, und die Kieselsteine rollten in die Leerräume zwischen den Golfbällen. Dann fragte er die Studenten wiederum, ob der Topf nun voll sei. Sie stimmten zu.

Der Professor nahm als nächstes eine Dose mit Sand und schüttete diesen in den Topf. Natürlich füllte der Sand den kleinsten verbliebenen Freiraum. Er fragte wiederum, ob der Topf nun voll sei. Die Studenten antworteten einstimmig: „Ja.“ er Professor holte zwei Dosen Bier unter dem Tisch hervor und schüttete den ganzen Inhalt in den Topf und füllte somit den letzten Raum zwischen den Sandkörnern aus. Die Studenten lachten.

„Nun“, sagte der Professor, als das Lachen langsam nachließ, „ich möchte, dass Sie diesen Topf als die Repräsentation Ihres Lebens ansehen.

Die Golfbälle sind die wichtigen Dinge in Ihrem Leben: Ihre Familie, Ihre Kinder, Ihre Gesundheit, Ihre Freunde, die bevorzugten, ja leidenschaftlichen Aspekte Ihres Lebens, welche, falls in Ihrem Leben alles verloren ginge und nur noch diese verbleiben würden, Ihr Leben trotzdem noch erfüllen würden.

Di Kieselsteine symbolisieren die anderen Dinge im Leben wie Ihre Arbeit, Ihr Haus, Ihr Auto.

Der Sand ist alles andere, die Kleinigkeiten.“

„Falls Sie den Sand zuerst in den Topf geben“, fuhr der Professor fort, „hat es weder Platz für die Kieselsteine noch für die Golfbälle. Dasselbe gilt für Ihr Leben. Wenn Sie all Ihre Zeit und Energie in Kleinigkeiten investieren, werden Sie nie Platz haben für die wichtigen Dinge. Achten Sie auf die Dinge, welche Ihr Glück gefährden. Spielen Sie mit den Kindern. Nehmen Sie sich Zeit für eine medizinische Untersuchung. Führen Sie Ihren Partner zum Essen aus. Es wird immer noch Zeit bleiben, das Haus zu reinigen oder Pflichten zu erledigen. Achten Sie zuerst auf die Golfbälle, die Dinge, die wirklich wichtig sind. Setzen Sie Ihre Prioritäten. Der Rest ist nur Sand.“

Einer der Studenten hob die Hand und wollte wissen, was denn das Bier repräsentieren solle. Der Professor schmunzelte: „Ich bin froh, dass Sie das fragen. Es ist dazu da, Ihnen zu zeigen, dass, egal wie schwierig Ihr Leben auch sein mag, es immer noch Platz hat für ein oder zwei Bierchen.“

 

Daher greife ich mal den alljährlichen Vorsätzen zum Neujahr vor und versuche mir selber ein Versprechen zu geben: „Mir mehr Zeit für Dinge zu nehmen, die wirklich wichtig sind.“ In diesem Sinne, verbringt eine friedliche Zeit im Kreise eurer Liebsten und ich verabschiede mich mit einem meiner Lieblingslieder, ja auch ich mag Weihnachtslieder: Mariah Carey – All I Want For Christmas Is You.

Foto: 129259384 – christmas puppys © Natallia Vintsik

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