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Sich fühlen wie eine Ölsardine, geht das? Die Bahn macht´s möglich!

Du fragtest Dich schon immer wie sich Ölsardinen in der Dose fühlen? Ja?

Na dann empfehle ich Dir eine Tour mit der Deutschen Bahn von Nauen nach Berlin. Egal ob die RB10 oder RB14. Am besten dann, wenn der normale Bürger zur Arbeit muss.

Ich fahre diese Strecke schon seit über 10 Jahren und zahle seitdem immer monatlich und pünktlich meinen Tribut. Aber die Verhältnisse haben sich stetig verschlechtert.

Zugegebener Weise ist die Bahn wieder pünktlicher geworden, aber was die Massen an Passagieren angeht, macht das Bahnfahren so langsam unerträglich.

Wie kann man auf die Idee kommen, einen sowieso immer vollen Zug, durch einen kurzen Zug zur „rush hour“ zu ersetzen? Bereits in Brieselang waren so gut wie keine Plätze mehr vorhanden. Schlimmer wurde es dann ab Finkenkrug. Ab hier war dann so gut wie kein Platz mehr im Gang.

Ab Falkensee hätte man schon einen „Stopfer“ gebrauchen können. Das Einsteigeprozedere nahm etwas Zeit in Anspruch. Menschen fingen an zu diskutieren: „Es geht nicht mehr, es passen keine weiteren Leute in den Zug. Verstehen Sie das nicht?

Wie es die Menschen ab Seegefeld und Albrechtshof schafften in den Zug zu gelangen, bleibt mir immer noch ein Rätzel. Die Luft im Zug warm und stickig.  Warum auch Heizung und Klimaanlage an die Fülle des Zuges anpassen?

Das Austeigen dann in Berlin Spandau eine Tortur. Für mich, der eher gerne Abstand zu anderen Menschen hat (vermutlich die meisten aus), war es sehr stressig seinen Weg im Kuschelkurs zum Ausgang zu finden. Und ich befand mich recht nah an der Tür. Möchte nicht wissen, wie es für weiter hinten gelegene Fahrtgäste war.

Jedenfalls musste ich erst einmal Luft holen und mich entstressen. Da kam mir eine Mini Pizza von Ditsch gerade recht.

Stiegen viele Gäste aus? Eher verhalten, aber dafür wollten um so mehr dazu steigen. Kamen alle mit? Nein!

Die Bahn schafft es also nicht, die arbeitende Bevölkerung angemessen zu befördern. Als ich vor ewig gefühlten Zeiten eine Dokumentation über China (oder Japan, dass weiß ich jetzt nicht mehr so genau) sah, war ich damals froh, dass es bei uns entspannter zugeht. Aber auf genau das Gleiche steuern wir nun zu.

Hat aber auch einen Vorteil! Es werden dann sicherlich Stellen für „Stopfer“ geschaffen, die die Massen in den Zug drücken müssen.

Müssen wir uns nun an die neuen Verhältnisse gewöhnen oder aber wird es die Bahn angehen, ihren Kunden einen angenehmeren Fahrtkomfort zu gewährleisten?

Wünschenswert wäre es und das nicht nur im Fernverkehr!